Turm Unsere Popmoderne
Marc Degens: Unsere Popmoderne ñ das Cover


Unsere Popmoderne

von Marc Degens.
Verbrecher Verlag, Berlin 2010.
166 Seiten, 13 Euro.
(Bestellungen: amazon | Verlag)



34 Schlüsselstellen und Romananfänge von 35 Autoren aus 16 Ländern. Marc Degens hat sie alle gelesen ... Und geschrieben.

Erfundene Literatur erfreut sich großer Beliebtheit. Von François Rabelais existieren seitenlange Aufzählungen von Phantomwerken, Charles Dickens füllte ein ganzes Regal mit Attrappen erfundener Bücher. Jorge Luis Borges, Sir Arthur Conan Doyle, Joanne K. Rowling und Jonathan Swift zitieren erfundene Werke – und Stanisław Lem rezensierte in Vollkommene Leere ausschließlich solche. Der Bulwer-Lytton Fiction Contest prämiert jedes Jahr die komischsten erfundenen Romananfänge, Pedro Lenz schrieb eine erfundene Literaturgeschichte und Peter Wawerzinek lieh einer ganzen Schriftstellergeneration seine Stimme.

Unsere Popmoderne ist einer der originellsten Beiträge zur fiktiven Literatur und Meta-Literatur. Zwei Jahre lang veröffentlichte die FAZ. die Kolumne, in der Marc Degens Ausschnitte aus literarischen Büchern der Gegenwart, samt kurzen Erläuterungen zu Autor und Werk präsentierte. Die zitierten Bücher und Autoren waren jedoch allesamt erfunden. Das sorgte in der FAZ-Redaktion für zahlreiche Anfragen von ratlosen Buchhändlern.

Die Sammlung wurde 2005 als Buch veröffentlicht. Seither setzt Marc Degens die Kolumne in der Literaturzeitschrift Volltext fort. Diese Ausgabe von Unsere Popmoderne bietet ein Best-of aus 10 Jahren – mit vielen erstmals in Buchform veröffentlichten Texten.

 
Marc Degens | www.marc-degens.de